von Vera Mayer
Die Auswirkungen einer guten Beziehungsqualität und einer sicheren Bindung auf das Hundeverhalten
Hunde sind genauso wie Wölfe soziale Lebewesen und Hunde Leben in einem Sozialverband. Anders als bei Wölfen spricht man von einem Sozialverband solange die Hunde nicht miteinander verwandt sind.
Diese Info ist aber gar nicht mal so unwichtig. Denn im Gegensatz zu Wölfen können Hunde mit dem Menschen auch solch einen sogenannten Sozialverband eingehen. Hunde haben die Bereitschaft mit dem Menschen zu Kooperieren und im Laufe der Zeit, als Kulturfolger gelernt den Menschen zu lesen und mit ihm auf gewisse Art und Weise zu sprechen.
So ist zum Beispiel auch bekannt, das Wölfe gar nicht bellen. Somit hat sich auch die Lautsprache beim Hund entwickelt und gleicht der des Wolfes kaum. Bspw. das Territoriale Heulen beherrschen die meisten Hunde nicht mehr.
Zurück zum Sozialverband Mensch und Hund: Die Beziehungsqualität bildet sich aus der Art wie man miteinander spricht-also Kommunikation. Die Bindung entwickelt sich aus der Beziehung. Für die Bindung sind vor allem Emotionen von Bedeutung. Es gibt unterschiedliche Bindungsmuster. Je nach Art der Bindung zu unserem Hund, können wir im Umgang mit den Emotionen unseres Hundes eine Hilfe sein oder im Gegenteil die Emotionen eher ankurbeln. Es kann auch sein, dass wir beim Bewältigen einer emotionalen Schieflage keine Rolle spielen.
All das lässt sich in einer Beziehungs- Bindungsanalyse innerhalb des Erstgesprächs klären.
Gibt es in irgendeinem Feld Störungen, wirkt sich das auf das Zusammenleben aus. Oft sinkt die Lebensqualität für Hund und Halter in bestimmten Bereichen oder es zieht sich sogar wie ein roter Faden durch den Tagesablauf.
Typische Szenarien, die das harmonische Zusammensein in einem anderen Licht erscheinen lassen sind: Es kommt Besuch, es klingelt an der Tür, bei Spaziergängen (Begegnungen mit Wild, Hunden, Katzen, Kindern, Joggern, usw.) und der eigene Liebling Hund wirkt plötzlich wie ein gefräßiges Monster.
Neben allen Techniken und Methoden, die es "gegen das unerwünschte Verhalten" gibt, ist die zweite weitere Säule, für eine erfolgreiche Verhaltensänderung, das bewusste gestalten der Beziehung und Bindung zu Deinem Hund.
Hierzu ist es wichtig Deinen Hund und Deine Rolle verstehen zu lernen.